Wir danken der FVW für einen positiven und konstruktiven Artikel. Wir sind begeistert, wir sind überwältigt, wir wissen nicht was wir sagen sollen, aber auf jeden Fall freuen wir uns über die positiven Reaktionen die seit dem Artikel bei uns eingegangen sind.

Aber der Reihe nach: Im Herbst 2005 setzen sich zwei SEO Experten, die lange Jahre sehr effektiv erst für Amazon.de dann Amazon weltweit tätig gewesen waren, mit der Geschäftsführung des Onlinereisebüros Ferium.de zusammen. Man wollte überlegen, wie sich im Bereich SEO gemeinsam erzielte Erfolge auch auf den Bereich SEM würden übertragen lassen. Der Fokus sollte auf dem Longtail möglicher Keywords liegen, also auf all den Suchbegriffen, von denen es zwar wahnsinnig viele gibt, die aber – jeder für sich genommen – nicht sonderlich viel Traffic bringen.

Das Ziel bestand darin, diese Unzahl von Begriffen – konkret: einzelnen Hotelnamen – in Adwordsanzeigen zu verwandeln, einen aktuellen, verfügbarkeitsgeprüften Preis passend dazu anzuzeigen und eine korrekte Zielurl zu definieren, unter der sich der beworbene Preis sofort wiederfinden würde.

Von Hand wäre das nicht zu machen gewesen. Wie soll man auch für hunderte, wenn nicht tausende Hotels Preise heraussuchen und diese im Adwordseditor eingeben, gefolgt von der Definition des Deeplinks. Die Lösung stand eigentlich schon vorher fest, denn diese Aufgabe war der pixell Travel Suite zugedacht, die bereits bei Ferium im Einsatz war. Allerdings hatten wir mit der Travel Suite noch nie auf der niedrigen Ebene einzelner Hotels angesetzt.

Es wurde daher ein Modul programmiert, mit dem die schiere Masse an Angeboten effizient definiert und abgerufen werden konnte. Danach wurde die Schnittstelle zu Google’s Adwords angesprochen, um die Daten hochzuladen. Das ganze dann noch als Routineoperation 5 mal täglich ausgeführt und der Service stand.

Die Ergebnisse waren überwältigend gut. Eine Pilotkampagne ab Januar 2006 für sämtliche Hotels in und um Hurghada brachte aus dem Stand heraus eine CTR von 5%, obwohl die Anzeigen bei einem CPC von unter 30 Cent zunächst ganz unten rechts gezeigt wurden. Innerhalb von vier Wochen wanderten die Anzeigen erst nach rechts oben. Dann kam der Sprung nach links zu den Sponsored links und das ohne eine Erhöhung des CPC. Am Ende wurden CTRs von über 7% erreicht und Buchungen abgeräumt, die eine glatte Verdopplung der Hurghadaergebnisse gegenüber dem Vorjahr bedeuteten.

So war ein Service geboren, den uns bis heute niemand nachgemacht hat. Aber worin bestehen nun die genauen Vorteile?

  1. Trafficpotential. Adwords für den Longtail bedeutet neuer Traffic, den man zuvor ignoriert hat, weil man schlechterdings tausende von Anzeigen manuell konfigurieren kann, erst recht nicht, wenn aktuelle Preise gezeigt und verlinkt werden sollen. Also wurden ungenutze Potentiale erschlossen
  2. CPC. Adwords im Longtail sind dramatisch viel billiger als Begriffe wie „Urlaub“, “Lastminute“ oder „Mallorca“. Der neue Traffic war also außerordentlich preiswert
  3. CTR. Durch die Verknüpfung von Adwordstext mit Angebotspreis wurden traumhafte CTRs erzielt, weil die Werbeaussage offensichtlich viel glaubwürdiger war als das ewige Allgemeingeschrei von „Immer günstig, immer Rabatt“. Also mehr Traffic im Vergleich zur mitwerbenden Konkurrenz
  4. Conversion. Dadurch dass der beworbene Preis mit dem Preis auf der Landingpage übereinstimmt, wurde das Vertrauen der Besucher in die Site gestärkt und eine hohe Conversion erzielt. Sicher spielte dabei auch der Deeplink eine Rolle, denn der User wurde ja nicht an den Anfang einer Buchungsstrecke geschickt, sondern gleich auf die relevante Detailseite
  5. Produktivität. Dank des Einsatzes der Travel Suite und unter Nutzung der Google Adwordsschnittstelle wurden diese Ergebnisse zu traumhaft niedrigen Arbeitskosten erzielt. Sicher war da am Anfang ein gewisser Programmieraufwand. Aber der ist natürlich längst nicht mehr relevant angesichts der Ergebnisse.

Es wurden immer wieder Bedenken geäußert, die häufigen Aktualisierungen, würde die Adwordshistorie zerstören, und die Ergebnisse schwächen. Aber die Ergebnisse waren einfach überdeutlich und zerstreuten jeden Einwand.

Und warum nun diese lange Geschichte? Nun, wir sind die Pioniere auf diesem Gebiet und waren unangenehm berührt, als ein Konkurrent 4 Jahre, nachdem wir diesen Service konzipiert haben, vor die Presse trat und den Anschein erweckte, er seien er und sein Pionierkunde die ersten gewesen. Zumal der „Pionierkunde“ unsere Leistungen bereits selber eingesetzt hat. Ein Anruf bei der FVW, ein 2 stündiges Gespräch mit der Redaktion und die Welt ist wieder im Lot. Der Versuch, die Wahrheit zu … na wollen wir mal sagen … verzerren wurde erkannt. Der Artikel hat nun deutlich gemacht, dass hinter der Travel Suite mehr steckt als viele im ersten Moment vermuten.
Übrigens hat Google eine Case Study zum Thema veröffentlicht. Zwar wird pixell darin nicht erwähnt, und sie beruht auf den Kamapgnen von www.weg.de, aber die Technologie, die dabei zum Einsatz kommt, ist unsere. Hier geht’s zur Case Study.

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